Testbericht: Fritzbox 7170 mit Kabel Deutschland Teil 3

Nach dem das Einrichten des Internets über Kabeldeutschland auf der Fritzbox 7170 reibungslos funktioniert hat, teste ich heute das Thema Geschwindigkeit, WLAN und Telefonie.

Geschwindigkeit:

Mit zwei verschiedenen Speed Tests habe ich die Geschwindigkeit der Fritzbox getestet, das ist zwar nicht die perfekte Methode, um jedoch einen Eindruck zu bekommen, ob die Fritzbox wesentlich langsamer oder schneller als meine bisherige Kombination aus Freecom FSG und Kabelmodem ist, reichen die Tests aus.

Ich habe den Tarif Paket Comfort mit 20.000 Kbit/s, folgende Werte schaffe ich mit der Fritzbox:

mit Speedtest.net:

mit dem Kabel Deutschland Speedtest:


Wie zu erwarten, schöpft die Fritzbox die vorhandene Bandbreite voll aus, hier gibt es nichts zu meckern.

WLAN:

In meiner Fritzbox war das WLAN schon aktiviert und vorbildlich mit WPA und WPA2 und einem scheinbar randomisiert generiertem Key, das schafft leider noch immer nicht jeder Hersteller. Allein in meiner Nachbarschaft funken 2 WLANS in Werkseinstellungen ungesichert…

Im Konfigurationsmenü für das WLAN findet sich auch eine Übersicht der WLANs, die in der Nachbarschaft senden, damit kann man sich anschauen, welche Kanäle noch frei sind, um Störungen durch andere WLANs zu vermeiden. Die Fritzbox managt das auch alleine sehr gut und hat sich bei mir auf Kanal 11 eingestellt, in dem kein andres WLAN funkte.

Die Einstellungen sind sehr vielfältig, ändert man z.B. Einstellungen an der Sicherheit, öffnet sich nach dem Speichern ein Popup mit der Zusammenfassung, die man ausdrucken kann, um das WLAN Passwort z.B. nicht mehr zu verlieren. Ein Feature welches ich vermisse, ist die Authentifizierung gegen einen Radius Server. Das ist sicherlich keine Funktion, die der normale Enduser vermissen wird, ganz klar, aber gerade für kleine Büros, die intensiv WLAN nutzen und wechselnde Besucher oder Mitarbeiter haben, ist diese Funktion schick.

Telefonie:

Wie schon geschrieben habe ich das Paket Comfort von Kabeldeutschland, welches neben der Internet Flatrate auch einen Telefonanschluss mit zwei Leitungen und Flat enthält. Mein Kabelmodem hat zwei analoge Ausgänge, an welche ich zwei Endgeräte oder auch eine analoge Telefonanlage anschließen kann. Dabei wird das Telefonsignal auf separaten Datenkanälen parallel zu den Internetdaten übertragen. Das bedeutet, auch wenn ich mit voller Geschwindigkeit downloade, kann ich trotzdem über beide Kanäle telefonieren, also ein Vorteil gegenüber VOIP Telefonie, die sich dann mit dem Download die Bandbreite teilen muss.

Für die meisten dürfte die Telefonflatrate in den Internet-/Telefon Paketen der Kabelnetzbetreiber ausreichen, wer jedoch recht häufig ins Mobilfunknetz oder auch ins Ausland telefoniert, für den kann es Sinn machen, zusätzlich einen Voip Tarif bei einem anderen Anbieter zu buchen und dann auch seine analoge Telefonie über die Fritzbox abzuwickeln. Sprich man schließt einen analogen Port des Kabelmodems an die Fritzbox an, richtet einen VOIP Account ein und schließt dann sein Telefon direkt an die Fritzbox an, in der man konfiguriert, das z.B. Gespräche ins Ausland oder ins Mobilfunknetz über den VOIP Provider, andere Gespräche über die Festnetzflatrate gehen. Wer experimentierfreudig ist, kann die Fritzbox mit der aktuellen Beta Firmware auch als Faxgerät nutzen. Eingehende Faxe werden dabei per Email weitergeleitet oder auf einem angeschlossenen USB Stick abgelegt.

So geht’s: Zuerst das mitgelieferte Y-Kabel mit Hilfe der Adapter am schwarzen Ende an das Kabelmodem anschließen. Das andere Ende des Kabels dann in die Telefon/DSL Buchse der Fritzbox anschließen. Danach dann in den Telefon Einstellungen den Festnetzanschluss auf analog stellen und eine Rufnummer der Fritzbox eingeben, alles abspeichern und ein Telefon an die Fritzbox anschließen. Schon sind Anrufe die über die Kabelfon Nummer hereinkommen über die Fritzbox zu empfangen. Für die komplette Einrichtung lohnt sich immer ein Blick in das sehr gute Handbuch, welches jeden Schritt genau beschreibt, auch den Anschluss ans Kabelmodem.

VOIP Telefonie lässt sich ebenso leicht konfigurieren, man benötigt nur die Zugangsdaten eines SIP Providers, die Konfiguration in der Fritzbox dauert nur wenige Minuten und schon kann man über VOIP telefonieren. Dank Wählregeln kann man festlegen, das z.B. Anrufe auf Mobilfunkt Vorwahlen über SIP und andere Anrufe über das Kabelmodem abgesetzt werden.

Fazit: Die Telefonie Einstellungen der Box und Optionen sind sehr umfangreichen, man kann damit sehr komplexe Strukturen abbilden. Auch das Anbinden eines Kabelmodems um die analoge Telefonie der Kabelanbieter klappt mit Einschränkungen sehr gut (man kann nur eine Leitung über die Fritzbox nutzen).

Im nächsten Beitrag werde ich mir mal anschauen, ob die Fritzbox als Alternative zu meiner Freecom FSG, die ich bisher im Einsatz habe taugt.

Dies ist Teil 3 von 3 einer Beitragsserie über die Fritz!Box und Kabel Deutschland. Die anderen Teile:

  • Fritz!Box und Kabel Deutschland Teil 1
  • Fritz!Box und Kabel Deutschland Teil 2

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