Neue Kombipakete bei Unitymedia

Mit preiswerten Kombipaketen wirbt Unitymedia um neue Triple Play-Kunden: Der in Hessen und Nordrhein-Westfalen tätige Kabelnetzbetreiber hat seine Pakete für Internet, Telefon und Digital-TV überarbeitet und bietet das kleinste Kombi-Produkt für 20 Euro monatlich an. Die niedrigen Preise gelten allerdings nur während der ersten zwölf Monate.

Schon wieder hat Unitymedia die Kombipakete verändert. Im Mittelpunkt steht dabei, Pay-TV-Programme als Teil eines Gesamtpakets anzubieten, was sich für die Kunden durchaus lohnen kann. Das kleinste der drei neuen “3play”-Pakete beinhaltet kein Pay-TV, kostet aber nur 20 Euro im Monat. Dafür bekommt man einen Internetanschluss mit einer Bandbreite von bis zu 32 MBit/s im Downstream, einen Telefonanschluss (drei Rufnummern, zwei Leitungen) inklusive Sprachflatrate ins deutsche Festnetz sowie digitales Fernsehen. Einen digitalen Kabelreceiver, ein Kabelmodem sowie einen WLAN-Router erhalten die Kabelkunden für die Dauer des Vertrages kostenlos gestellt.

Dafür muss ein analoger Kabelanschluss vorhanden sein, den viele Kabelkunden allerdings schon über ihre Wohnungsmiete mitzahlen, ob sie wollen oder nicht. Nach den ersten zwölf Monaten erhöht sich der Monatspreis auf 30 Euro, was nicht zu viel ist, wenn man Preise und Leistungen mit denen von Telefonanbietern und Internetprovidern vergleicht. Zudem beträgt die Mindestlaufzeit im kleinsten Paket nur zwölf Monate, in den beiden größeren dauert sie doppelt so lange.

Das mittelgroße “3play 32.000″-Paket umfasst zusätzlich ein Pay-TV-Paket nach Wunsch: Digital TV LIFESTYLE, Digital TV KINDER , Digital TV FAMILY oder Digital TV SPORT & MEHR. Für ein Pay-TV-Paket zahlt man also nur einen Aufpreis von 5 Euro. Ab der zweiten Hälfte der Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten werden monatlich statt 25 Euro 30 Euro fällig. Im dritten und größten Paket sind statt eines Pay-TV-Pakets vier Pay-TV-Pakete inklusive, außerdem die HD Box für den Empfang von HDTV anstelle des einfachen Digital-TV-Receivers.

Wer Kabelinternet mit mehr als 32 MBit/s haben möchte, kann sich in manchen Regionen schon für 64 MBit/s oder 128 MBit/s entscheiden. “Im Raum Köln, Bergisch-Gladbach, Aachen, Münster, Bochum und Hanau sind Verbraucher mit Fiber Power sogar noch rasanter unterwegs; dank des neuen Kabelstandards DOSCIS 3.0 beträgt das Download-Tempo derzeit bis zu 128 Mbit/s – mit viel Luft nach oben”, informiert Unitymedia.

Im Laufe des Jahres wird der Kabelnetzbetreiber sein Netz in weiteren Regionen für die hohen Bandbreiten modernisieren. “Die Netzmodernisierung ist von entscheidender Bedeutung, denn Unitymedia erwartet einen starken Anstieg beim Bandbreitenbedarf: Immer mehr Internet-Inhalte wie beispielsweise hochauflösende Videos auf YouTube, Online-Spiele und große Programmdownloads erfordern einen schnellen Netzzugang”, heißt es im Pressetext. Für die genannten Inhalte dürfte ein 32 MBit/s-Internetanschluss derzeit allerdings völlig ausreichen, sofern nicht mehrere Nutzer in einem Haushalt gleichzeitig besonders hohe Bandbreiten benötigen.

Die Bandbreite von nur 1 MBit/s im Upstream (also beim Senden von Daten) wird viel schneller zum Problem. Erst bei 64 Mbit/s und 128 MBit/s im Downstream fließen die Daten in Gegenrichtung mit immerhin bis zu 5 MBit/s. An einem VDSL-Anschluss der Telekom mit 50 MBit/s im Downstream beträgt die Upstream-Bandbreite dagegen 10 MBit/s. Unitymedia zufolge sind jedoch schon mehr als 92 Prozent des Kabelnetzes für wenigstens 32 MBit/s-Anschlüsse ausgebaut, sodass schnelles Internet auch in vielen ländlichen Regionen am Kabelanschluss verfügbar ist, während VDSL an weit weniger Orten verfügbar ist.

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